
Dass Latein alles andere als eine „tote Sprache“ ist, bewies der Lateinkurs der Klasse 9 des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums in der letzten Schulwoche auf besonders schmackhafte Weise. Das Ziel: Die faszinierende Welt der antiken römischen Küche nicht nur theoretisch erforschen, sondern unmittelbar erleben und schmecken.
Vom lateinischen Originaltext direkt zur Pfanne
Die Grundlage für den Ausflug in antike Geschmackswelten bildete ein Rezept des berühmten römischen Feinschmeckers M. Gavius Apicius.
Gemeinsam übersetzten die Schüler:innen den historischen Text aus der Rezeptsammlung „De re coquinaria“ („Über die Kochkunst“), passten antike Maßeinheiten an und bereiteten das Gericht nach antikem Vorbild zu:
Auf dem Speiseplan stand die Nachspeise „Ova spongia ex lacte“ – ein süßes Omelett, traditionell aus Eiern, Milch und Olivenöl zubereitet und anschließend mit Honig und schwarzem Pfeffer serviert.
Kulinarischer Brückenschlag: Rom trifft Frankreich
Ein besonderes Highlight der Aktion war der interkulturelle Austausch mit dem Französischkurs: So trafen römische ova spongia ex lacte auf moderne französische Crêpes. Dabei stellten die Schüler:innen fest, dass die kulinarischen Wurzeln Europas doch enger miteinander verknüpft sind, als man vorher annahm.
Mit diesem außergewöhnlichen Geschmackserlebnis verabschiedete sich der Lateinkurs vergnügt in die Ferien und blickt gespannt auf das nächste Schuljahr.


